Wenn der Brummifahrer sich mit Radfahrern per Blickkontakt abstimmt

von Jürgen Hestler

Ein Dorfgespräch über das EU-Projekt "shared space" mit dem Rudersberger Bürgermeister Martin Kaufmann

Man stelle sich vor, in Allmersbach gibt es keine Verlehrsschilder mehr. Auf der Durchgangsstraße sind alle gleichberechtigt. Lasterfahrer, Fußgänger, Radfahrer. In Weissach sind alle Ampeln abmontiert. Im Ortszentrum gibt es keine Fahrbahnen und keine Bürgersteige mehr. Passanten,  Schüler in Fahrradpulks, Skateborardfahrer, Autobusse, Linksabbieger, Geradeausfahrer eilen auf die Kreuzung zu und finden den Weg wieder hinaus. Ohne vorgeschriebene Verkehrsregeln. Nur mit Blickkontakt.

Noch halten dies fast alle für eine nicht vorstellbare Utopie.
Aber es funktioniert in Holland, in Finnland, im niedersächsischem Bohmte. Und wer weiß, vielleicht auch bald in unserer Nachbargemeinde Rudersberg. Der dortige Bürgermeister Martin Kaufmann treibt die Sache auf jeden Fall voran. Er ist überzeugt, dass es funktioniert. Er meint, der Verkehr werde dadurch sicherer und die Lebensqualität in Rudersberg höher. Das EU-weite Projekt nennt sich shared space, geteilter Raum.

Wir haben Martin Kaufmann eingeladen und ihn gebeten, sein Konzept für Rudersberg vorzustellen. 
Das Dorfgespräch findet statt am 11. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Vereinsheim Berg- und Wanderfreunde Allmersbach (ehemaliges SVA-Vereinsgelände).

Sie sind herzlich eingeladen. Auch wenn Sie der Sache skeptisch gegenüberstehen. Aber vielleicht ist was dran an der Idee. Die EU gibt schließlich Gelder dafür.

Zurück