In lockerer Runde über alles reden - 1.Dorfgespräch in der Krone

von Jürgen Hestler

Gemeinde im Dialog

Es herrschte Stammtischatmosphäre im überfüllten Nebenzimmer der Unterweissacher Krone. Die SPD Weissacher Tal hatte zum 1. Dorfgespräch eingeladen und viele, viele kamen. "Wir wollen mit den Dorfgesprächen die alte Kulturtechnik des "Politisierens" wiederbeleben und Anlässe schaffen, bei denen man in lockerer und geselliger Runde über alles reden kann was einen umtreibt, was einen ärgert oder auch was dringend getan werden müsste", so der SPD-Vorsitzende Jürgen Hestler in seiner Begrüßung.

Aktueller Anlass für das Dorfgespräch war die Tatsache, dass Bürgermeister Ian Schölzel inzwischen 100 Tage im Amt ist und nach altem parlamentarischem Brauch "die Schon- und Eingewöhnungszeit jetzt vorbei sei". Bürgermeister Schölzel sah das auch so, kam zur Premiere der Dorfgespräche und nutzte die Gelegenheit, seine Vorstellungen über die Zukunft der Gemeinde Weissach darzulegen. Die Themen setzten allerdings die Besucher. Nicht ganz überraschend ging es in erster Linie um das Ochsenareal, die Hochwasserlinie, den abgesagten Bürgerentscheid, die Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde, die Zukunft des Romboldareals, den Wegzug des Kinderarztes, um die Verkehrsanbindung des Weissacher Tales an die B 14, um die Belastungen durch den Strassenverkehr, insbesondere auf dem aktuellen Schleichweg durch den Ungeheuerhof, um ein mögliches Kinderhaus in der Liebigstrasse und um die Hochzeitspläne des Bürgermeisters. "Dies wird keine reine Privatsache bleiben", so die einhellige Meinung an den Tischen.

Lob bekam der Bürgermeister für seine spontane Bereitschaft mit Hilfe der Feuerwehr eine Natureisbahn an der Weissach zu ermöglichen und vor allem für seine Initiative, im Rathaus einen Personalrat wählen zu lassen. "Damit erfüllen Sie eine Uralt-Forderung der SPD" kommentierte Alt-Gemeinderat Klaus A. Werner. Erfreut konnte der SPD-Chef Jürgen Hestler feststellen, dass "wesentliche Positionen des Bürgermeisters" auch wesentliche Positionen der SPD im Weissacher Tal sind. So ist man sich einig, dass für das geplante Seniorenprojekt auf dem Ochsenareal ein "Begegnungskonzept"; wichtiger ist als die Quadratmeterzahl der Wohnungen, dass ein Gemeindeentwicklungsplan unter breiter Beteiligung der Bevölkerung erstellt werden müsse und dass man das Romboldareal nicht den Vermarktungsinteressen des Insolvenzverwalters überlassen darf. SPD-Chef Jürgen Hestler kündigte weitere Dorfgespräche an.

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